Im Jahr 2007 wurde in Deutschland mit der 35. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes das System der Umweltplaketten eingeführt. Das primäre Ziel war die Luftqualität in Innenstädten zu verbessern und die Bewohner vor gesundheitlichen Auswirkungen zu schützen. Indirekt unterstützt diese Maßnahme auch Entwicklungen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes und Emissionseinsparungen.
In Deutschland existieren derzeit um die 35 Umweltzonen (Stand Dezember 2025), die in der Regel in innerstädtischen Gebieten und Ballungsräumen zu finden sind. Jedoch schwankt diese Zahl je nach Stadt und Jahr, da nach Verbesserung der Luftqualität teilweise Zonen wieder aufgehoben werden. Diese Zonen sind nur für Fahrzeuge mit niedrigem Schadstoffausstoß zugänglich. Um den Schadstoffausstoß auf den ersten Blick erkennbar zu machen, wurden sogenannte Feinstaubplaketten oder Umweltplaketten eingeführt, die an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigt werden müssen.

Grundlegende Informationen zur Umweltplakette
Die Städte Berlin, Köln, Hannover, Dortmund, Mannheim, Stuttgart, Bochum und viele weitere waren die Vorreiter bei der Einrichtung solcher Umweltzonen. Im Jahr 2007 wurde die Umweltplakette eingeführt, um Fahrzeuge nach vier Schadstoffgruppen zu unterscheiden:
Die Schadstoffgruppe wird basierend auf der Euro-Stufe, der Erstzulassung und der Klassifizierung Diesel oder Benziner bestimmt.
Grüne Plakette:
Schadstoffgruppe 4
Niedrigsten Emissionen
Gelbe Plakett:
Schadstoffgruppe 3
Mittlere Emissionen
Rote Plakette:
Schadstoffgruppe 2
Höhere Emissionen
Keine Plakette:
Schadstoffgruppe 1
Höchste Emissionen
Es ist zwingend erforderlich, dass die Kennzeichenkombination auf dem Nummernschild mit der Plakette übereinstimmt.
Die Umweltplaketten können online erworben werden, alternativ besteht die Möglichkeit, sie bei TÜV, Dekra, Kfz-Zulassungsstellen oder Bürgerämtern zu erwerben. Die Kosten für die Feinstaubplaketten variieren je nach Art und liegen zwischen 5 und 20 Euro. Die Plakette muss gut sichtbar unten rechts aus Fahrersicht innen an die Windschutzscheibe angebracht werden.
Falls man ohne Umweltplakette in eine Umweltzone einfährt, drohen Sanktionen und Bußgelder. Beim Fahren und auch Parken in einer Umweltzone ohne passende Plakette (auch bei falschem Kennzeichen auf der Plakette oder Unlesbarkeit) kann ein Bußgeld von 100 Euro zur Folge haben. Darüber hinaus können Kosten durch Verwaltungskosten in der Höhe von ca. 28,50 Euro in Rechnung gestellt werden.
Hierbei ist anzumerken, dass mittlerweile roten und gelben Feinstaubplaketten kaum noch Relevanz zugeschrieben wird. In fast allen Umweltzonen gilt die Voraussetzung einer grünen Plakette.
Kosten und Erwerb der Umweltplakette
Die Kosten einer Feinstaubplakette variieren je nach Anbieter. Auch in diesem Bereich ist WechelJetzt.de für Sie da, um Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Anbieter zu geben:
Offizielle Ausgabestellen (Online-Bestellung)
TÜV Nord: 14.90 inklusive Versand
TÜV SÜD: 17.90 inklusive USt. und Versand
DEKRA: 19.90 inklusive Versand
Teilweise Stadtverwaltungen (Berlin 5.95 excl. Versand, Stuttgart 6 excl. Versand)
Weitere Ausgabestellen
KFZ-Werkstätten mit zertifizierter Erlaubnis
ADAC Shop: 9.90 inklusive Versand
Spezialisierte Anbieter wie feinstaubplakette.shop oder Umweltplakette.org
Zulassungsbehörden und Prüforganisationen gelten als die offiziellen Ausgabestellen. Jedoch können Plaketten auch bei privaten Anbietern erworben werden, welche diese meist günstiger anbieten. Jedoch werden häufig teurere Bearbeitungs- und Versandkosten berechnet, da für eine solche Bestellung meist kein Widerrufsrecht besteht.
Generell können die Preise variieren, somit empfehlen wir Ihnen, sich zusätzlich direkt bei den Anbietern über Angebote zu informieren. (Vorige Angaben wurden im Januar 2026 recherchiert).

Gültigkeit und Austausch der Feinstaubplakette
Die Umweltplakette hat keine begrenzte Gültigkeitsdauer. Eine neue Plakette ist erforderlich, wenn:
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Das Fahrzeug umgemeldet wird und sich dadurch das Kfz-Kennzeichen ändert, da die auf der Plakette vermerkte Nummer mit dem Kfz-Kennzeichen übereinstimmen muss.
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Das auf der Feinstaubplakette aufgeführte Kennzeichen nicht mehr lesbar ist, beispielsweise aufgrund von verblassender Farbe.
Pflicht für Kraftfahrzeuge und rechtliche Folgen
Grundsätzlich gibt es keine allgemeine Pflicht bezüglich des Erwerbs einer Feinstaubplakette.
Falls Sie jedoch ein Fahrzeug bewegen, mit dem Sie in Umweltzonen fahren oder es dort parken möchten, sind Sie verpflichtet, eine gültige Feinstaubplakette korrekt an Ihrem Auto angebracht zu haben. Wie zuvor erklärt, kann ansonsten ein Bußgeld erhoben werden. Darüber hinaus können bei dem Thema absichtlicher Fälschung, beispielsweise des Kennzeichens oder der Umweltplakette, höhere Strafen aufgrund von Urkundenfälschung entstehen. Zusätzlich ist es wichtig anzumerken, dass es Ausnahmen für Fahrzeuge gibt, die keine Plakette benötigen. Dazu zählen beispielsweise Oldtimer mit H-Kennzeichen, Motorräder oder Dreiräder.
Zuordnung der Fahrzeuge zu Schadstoffgruppen
Der Emissionsschlüssel, der in den Fahrzeugpapieren angegeben ist, ist ausschlaggebend für die Zuordnung des Fahrzeugs zu einer Schadstoffgruppe. Um die geeignete Feinstaubplakette für Ihr Fahrzeug zu ermitteln, benötigen Sie somit nicht nur den Emissionsschlüssel, sondern bei der Bestellung auch die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) oder die entsprechenden landeseigenen Fahrzeugpapiere in elektronischer Form. Sollte Ihr Fahrzeug nicht für eine Umweltplakette zugelassen werden, können Sie sich kostenlos darüber informieren und Ihre entstandenen Kosten zurückerstatten.
Zusammenfassung und Bedeutung für Autofahrer
Die Feinstaubplakette ist ein entscheidendes Instrument für den Klimaschutz und die Erhaltung von guter Luftqualität in deutschen Städten sowie der allgemeinen Großstadt-Region. Sie ermöglicht es, Fahrzeuge mit niedrigem Schadstoffausstoß zu identifizieren und in Umweltzonen zuzulassen. Die Plaketten in verschiedenen Farben kennzeichnen den Schadstoffausstoß der Fahrzeuge und helfen, die Luftqualität in stark belasteten Gebieten zu verbessern. Durch die Kontrolle und Regulierung des Verkehrs tragen die Feinstaubplaketten zur Reduzierung von Schadstoffemissionen bei, zum Schutz des Klimas und zur Förderung der Gesundheit der Bevölkerung.